Die Würde der Reinigungsarbeit – Podiumsdiskussion und Ausstellungsbesuch 6. Oktober 2026

Bachtale Romnja organisiert gemeinsam mit dem informellen Netzwerk „Stimmen der unsichtbaren Arbeit“ die Veranstaltung „Die Würde der Reinigungsarbeit – Podiumsdiskussion und Ausstellungsbesuch“ in Frankfurt am Main. Die Veranstaltung wird von Artikel 1 – Initiative für Menschenwürde e. V. im Rahmen der bundesweiten Initiative für Respekt, Zusammenhalt und Demokratie „Ein Fest der Würde“ unterstützt.
Unser Motto: Würde bei der Arbeit darf kein Privileg sein.
Reinigungsarbeit ist unverzichtbar und wird dennoch gesellschaftlich viel zu oft übersehen. Jeden Tag sorgen Reinigungskräfte dafür, dass Büros, öffentliche Räume, Einrichtungen und viele andere Orte sauber und nutzbar sind. Gleichzeitig bleiben die Arbeits- und Lebensrealitäten der Menschen, die diese Arbeit leisten, häufig unsichtbar und erfahren zu wenig Anerkennung. Besonders migrantische und rassifizierte Frauen leisten einen großen Teil dieser Arbeit. Ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Perspektiven werden dabei viel zu selten gehört. Mit der Veranstaltung möchten wir Raum für diese Stimmen schaffen und gemeinsam über Würde, Anerkennung, Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit sprechen. Dabei möchten wir aus einer intersektionell-migrantisch-feministischen Perspektive auf Reinigungsarbeit blicken.
Die Veranstaltung möchte eine Begegnung zwischen Reinigungskräften, migrantischen Communities, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft, Studierenden und weiteren Interessierten ermöglichen.
Wann und wo?
- 6. Oktober 2026
- 17:00–19:30 Uhr
- 2og:dondorf, Sophienstraße 1–3, 60487 Frankfurt am Main (im gleichen Gebäude wie die SCHIRN)
Was erwartet euch?
- Ausstellungsbesuch: Collagen und Fotografien über Reinigungsarbeit und den Körper
- Podiumsdiskussion
- Informeller Austausch und Vernetzung
Bei der Veranstaltung diskutieren Reinigungskräfte, Gewerkschaftsvertreter*innen und weitereAkteur*innen unter anderem über folgende Fragen:
- Was bedeutet Würde in der Arbeitswelt?
- Unter welchen Bedingungen wird Reinigungsarbeit geleistet?
- Warum bleibt diese Arbeit so häufig unsichtbar?
- Was braucht es für mehr Anerkennung, Respekt und soziale Gerechtigkeit?
- Und welche Verantwortung tragen wir als Gesellschaft?
Zur Ausstellung
Die Ausstellung, die bei der Veranstaltung zu sehen sein wird, ist in einem partizipativen, forschungsbasierten und künstlerischen Prozess gemeinsam mit migrierten Frauen entstanden, die selbst Erfahrungen in der Reinigungsbranche haben. Collagen und Fotografien erzählen von körperlichen Belastungen, emotionalen Herausforderungen, Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichen Erfahrungen. Die Eröffnungsveranstaltung fand am 27. Mai 2026 im Rahmen des bundesweiten Mitmachtags zum Geburtstag des Grundgesetzes statt. Sie knüpfte an die dort verankerten Werte von Menschenwürde, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe an.
Die Ausstellung ist Teil des Projekts „DIVAMIGRAVOICES – Kunst, Gendergerechtigkeit und Demokratie im Quartier“, das von Imbradiva e.V. umgesetzt und durch das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AMKA) der Stadt Frankfurt gefördert wird. Weitere Partner neben Bachtale Romnja*, die die Organisation der Ausstellung unterstützt haben, waren die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt sowie die Polytechnische Stiftung.
Teilnahme
Die Teilnahme an der Veranstaltung „Die Würde der Reinigungsarbeit – Podiumsdiskussion und Ausstellungsbesuch“ am 6. Oktober 2026 ist kostenfrei. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend des Zuhörens, Diskutierens und Vernetzens. Denn die Arbeit, die unsere Stadt sauber hält, verdient Sichtbarkeit, Respekt und Würde.
Kontakt: andreea.racles@bachtale-romnja.de oder stimmen.sichtbare.arbeit@gmail.com


